2D-Barcodes. Übersicht und Anwendung.
Gegenüber den klassischen Barcodes können 2D-Codes wesentlich mehr Informationen auf einer viel kleineren Fläche codieren. In dem kompakten Symbol eines 2D-Codes können mehrere tausend Zeichen verschlüsselt sein.
In der Dokumentenverwaltung, der industriellen Fertigung und der Elektroindustrie hat sich der Matrixcode bereits durchgesetzt. Auch in der Pharma- und Filmindustrie finden normierte 2D-Codes eine immer breitere Anwendung.
Die hohe Lesesicherheit spricht für den Einsatz der 2D-Codes in prozesskritischen Anwendungen. In Abhängigkeit vom Kodierungsverfahren kann bis zu einem Viertel der Codefläche verschmutzt oder beschädigt sein, dank Fehlerkorrektur-Algorithmen und umfangreichen Prüfzifferberechnungen können die Informationen immer noch vollständig erfasst werden.
Stapelcodes
Der Stapelcode ist ein Strichcode, bei dem zwei oder mehrere 1D-Codes (Barcodes) untereinander angeordnet sind. Stapelcodes erreichen nicht die Informationsdichte von Matrixcodes.
Stapelcodes müssen ausgerichtet am stationären Lesegerät (Scanner) vorbeigeführt werden bzw. ein Handscanner wird nahezu parallel am Code vorbeigeführt. Eine omnidirektionale Lesung ist nur mit Geräten möglich, die ein Gesamtbild erstellen (beispielsweise Kamerasysteme).
Die gängigsten Stapelcodes sind:
- PDF 417
- RSS14 Familie
- Codablock

RSS-14 Stacked
Matrixcodes
Beim Matrixcode werden die Codeelemente in einer definierten Matrix entsprechend der Codierungsregel platziert. Als Codeelemente kommen unterschiedliche geometrische Formen zum Einsatz, überwiegend Punkte, Rechtecke (Quadrate) oder Sechsecke. Matrixcodes können omnidirektional gelesen werden, da das Lesesystem ein Gesamtbild erzeugt und auswertet.
Matrixcodes bieten eine sehr hohe Informationsdichte und Lesesicherheit.
Zu den am meisten verbreiteten Matrixcodes zählen:
- Data-Matrix
- Maxi-Code
- Aztec Code
Darüber hinaus verwenden verschiedene Hersteller und Organisationen zahlreiche weitere Codes mit unterschiedlichen Eigenschaften für spezielle Einsatzzwecke.

Data Matrix ECC200
Composite Codes
Kombinationen aus Strichcodes mit Stapel- oder Matrixcodes werden als Composite Codes bezeichnet und sind Varianten von Stapel- bzw. Matrixcodes.
Beispiele für Composite Codes
- Aztec Mesas
- RSS-14 + 2D Component
- EAN/UPC + 2D Component
- EAN-128 + 2D Component

Aztec Mesas
Lesesysteme für 2D-Codes
Zum Lesen der 2D-Codes werden CCD-Scanner oder CCD-Kameras eingesetzt. Je kleiner der Code dargestellt wird, umso feiner muss die Auflösung sein. Die Lesesysteme erstellen entweder ein Gesamtbild des Codes, oder der CCD-Strahl wird in einer linearen Bewegung über den Code geführt. Laserscanner sind wegen ihrer geringen Auflösung nicht geeignet. |