Datamatrix ECC200
Der Datamatrix ECC200 Code ist einer der am häufigsten verwendeten 2D Matrix Codes weltweit. Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften kann der Code in nahezu allen Bereichen, in denen eine Kennzeichnung von Teilen erforderlich ist verwendet werden.
Zu den speziellen Eigenschaften zählen unter anderem:
Codegröße:
Im Datamatrix ECC200 können erheblich mehr Informationen auf kleinem Raum dargestellt werden, als in einem linearen Barcode. Es können max. 2335 alphanumerische oder 3116 numerische Zeichen codiert werden.
Größenvergleich:
Die Codes sind jeweils mit der gleichen Auflösung gedruckt und mit dem entsprechenden Scanner lesbar.
Datamatrix ECC200 mit 20 alphanumerischen Zeichen, Seitenlänge ca. 4mm

Code 128 mit 20 alphanumerischen Zeichen, Länge ca. 36mm
Datamatrix ECC200 mit 40 alphanumerischen Zeichen, Seitenlänge ca. 8mm

Code 128 mit 40 alphanumerischen Zeichen, Länge ca. 120mm
Datensicherheit:
Die Daten können noch rekonstruiert werden wenn 25% der Zellen im Datenbereich unleserlich sind.
Lesbarkeit:
Der Datamarix ECC200 ist omnidirektional lesbar. Daher er ist lageunabhängig. Für eine sehr schnelle Erfassung ist es jedoch von Vorteil, wenn er sich in seiner Referenzlage befindet.
Drucktechniken:
Der Datamatrix ECC200 ist sowohl für DPM (Direkte Produkt Markierung), als auch für die indirekte Markierung z.B. mit Etiketten geeignet. Zur DPM Technik gehören die Laser-/ und Inkjet-Beschriftung oder die Nadelprägung. Verpackungsmaterial wie Kartons und Faltschachteln können mit allen in der Druckindustrie gebräuchlichen (Siebdruck, Digitaldruck, Buchdruck etc.) Drucktechniken beschriftet werden. Es besteht sogar die Möglichkeit den Datamatrix Code durch bohren auf ein Produkt direkt aufzubringen. Man spricht dann von einem Dot Datamatrix Code.
Der Vorteil von DPM ist die kostengünstige, unveränderbare, unbegrenzt haltbare Kennzeichnung verschiedenster Bauteile.
Beispiele für DPM (direkte Produkt Markierung)
  
  
Lesegeräte:
Als Lesegeräte können stationäre Scanner oder Handscanner verwendet werden. Dabei handelt es sich ausschließlich um Kamerasysteme (Bildverarbeitungssystem), die entweder ein gesamtes Bild des Codes aufnehmen oder den Code zeilenweise aufnehmen und decodieren. Praktisch alle Scanner für 2D-Codes sind in der Lage lineare Barcodes zu dekodieren. Daher bieten Sie ein sehr breites Einsatzspektrum in dem 2D-Codes und Barcodes nebeneinander eingesetzt werden.
Die Lesung kann bei Stillstand oder auch bei gleichmäßiger Bewegung des Codes erfolgen. Zur Zeit ist es möglich bei Geschwindigkeiten von bis zu 8m/s einen Datamatrix ECC200 Code bei gutem Kontrastverhältnis sicher zu lesen.
Insbesondere bei DPM gekennzeichneten Produkten wird die Anforderung an das Kontrastverhältnis nicht erreicht. Unter solchen Bedingungen werden spezielle Beleuchtungssysteme benötigt um eine sichere Lesung zu ermöglichen.
Aufbau des Datamatrix ECC200 Codes

Suchmuster:
Das Suchmuster besteht aus der waagerechten und senkrechten Begrenzungslinie die für das schnelle Auffinden des Codes in seiner Umgebung dienen. Die daraus resultierende Ecke wird für die Lagerkennung des omnidirektional lesbaren Codes benutzt.
Gitter-Ausrichtungsbalken:
Bei größeren Codes dienen die Gitter-Ausrichtungsbalken zusätzlich der Lageerkennung.
Taktmuster / Taktzellen:
Aus den Taktzellen wird das Referenzgitter gebildet und die Matrixgröße ermittelt. Darüber hinaus wird die tatsächliche Größe und Verzerrung des Codes erkannt.
Ruhezone:
Der Datamatrix Code benötigt eine Ruhezone von 1X (Modulstärke) für eine Abgrenzung zu seiner Umgebung. In der Praxis haben sich für eine sichere Lesung 2X bewährt.
Datenmatrix:
Die Datenmatrix ist der Bereich in dem die variablen Nutzdaten und die Daten für die Datensicherheit stehen.
|